Wintertrainingslager der Sportschüler in Klingenthal

Wie in den vergangenen Jahren war auch Anfang Januar 2017 die Jugendherberge in Klingenthal das Reiseziel der 42 Kanu-Sportschüler von der Potsdamer Sportschule. Sie wurden durch zwei Lehrer-Trainer sowie je einen Lehrer und einen Trainer begleitet, betreut und angeleitet. Nicht alle Sportschüler konnten die zehntägige winterliche Vorbereitung auf die bevorstehende Wettkampfsaison voll ausschöpfen, denn fünf der teilnehmenden Paddeltalente mussten aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abreisen.

Ansonsten boten ideale Wetterbedingungen sowie die gewohnten guten Unterbringungs- und Versorgungsmöglichkeiten beste Voraussetzungen für ein anspruchsvolles Grundlagen-/Ausdauertraining. Das wurde voll ausgenutzt und bereitete darüber hinaus den Teilnehmern neben allen Anstrengungen auch entsprechenden Spaß. Der gemeinschaftliche Erlebnisfaktor trug zudem wesentlich dazu bei, die eigene Leistungsbereitschaft zu steigern und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

 

 

 

 

 

 

 

Einige der Potsdamer Sportschülerinnen/-schüler haben ihre Eindrücke von dem Trainingsaufenthalt im schneebedeckten sächsischen Vogtland zu Papier gebracht. Davon nachfolgend einzelne Berichte.

Am dritten Tag war nicht nur Lisa Lingstädt erschöpft:

«Am 6. Januar starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück alle gemeinsam auf unseren Skiern in Richtung Weitersglashütte. Auf dem Weg dorthin zog sich aufgrund der Altersunterschiede unsere Gruppe sehr weit auseinander. Doch schließlich kamen nach Beendigung der Trainingseinheit alle wieder pünktlich zum Mittagessen an. Nachdem wir gegessen hatten, nutzten viele von uns die anschließende Pause als Chance für einen erholsamen Mittagsschlaf. Danach waren wir Sportler wieder fit für eine weitere Trainingseinheit draußen im Schnee. Eine der beiden Trainingsgruppen hat einige Sprintstaffeln auf Skiern absolviert und anschließend noch etliche Körperkraftzeitkreise hinter sich gebracht. Unterdessen traf die andere Gruppe wieder in der Jugendherberge ein. Wenig später haben wir alle zusammen Abendbrot gegessen und uns danach zur Hausaufgabenstunde eingefunden. Als auch das erledigt war, hatte jeder bis zur Nachtruhe noch ein bisschen Zeit für sich zur Verfügung. Man kann davon ausgehen, dass alle sehr erschöpft vom Training schließlich zur festgelegten Zeit in die Betten gefallen sind.»

Erfolgreicher Trainingstag für Patrizia Schwarz und Maurice Dolezel:

«Unser dritter Trainingstag begann wie jeder andere um 07.00 Uhr. Eine halbe Stunde später trafen wir uns beim Frühstück, gönnten danach unserem Magen ein wenig Zeit zur Verdauung und bereits um 08.30 Uhr fuhren zwei Trainingsgruppen hinaus in die eisige Kälte. Beide Gruppen trainierten zusammen, weil unser Trainer Herr Danz zwei erkrankte Sportler zum Bahnhof bringen musste. Unsere schnellsten Skifahrer, eigentlich waren es nur die Skater, hatten es bis Weitersglashütte geschafft. Alle anderen sind so weit gefahren, wie sie es in 2,5 Stunden schafften. Der erste Streckenabschnitt erwies sich für die meisten von uns als sehr anstrengend. Deswegen waren alle erleichtert, dass es auf der Rücktour viel bergab ging. Sehr erschöpft aber sicher sind alle wieder in der Jugendherberge angekommen. Nachdem wir uns ein wenig aufgewärmt und geduscht hatten, gab es auch schon Mittagessen. Über die Nudeln mit Tomatensoße haben sich alle gefreut. Von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr hatten wir Gelegenheit zum Krafttanken und Ausruhen. Dreißig Minuten darauf ging es dann bei wunderschönem Wetter wieder in die Loipe. Für unsere Trainingsgruppe standen Staffelrennen auf dem Plan. Das war sehr amüsant, weil die Fahrweise einiger Sportler ausgesprochen lustig anmutete. Nach einer Trainingsstunde im Schnee ging es zurück zur Herberge. Dreißig Minuten hatten wir zum Verschnaufen und ab 16.00 Uhr trafen wir uns zum Krafttraining. Vier Kreise zu durchlaufen war wirklich sehr anstrengend, denn danach waren alle ziemlich geschafft. Nun noch schnell duschen und ab zum Abendbrot. Hier genossen wir die leckere Kartoffelsuppe, Salat und verschiedene Brotsorten mit Aufstrich. Um 19.00 Uhr war Hausaufgabenzeit und eine Stunde danach konnte jeder seine Freizeit selbst gestalten. Im Großen und Ganzen hatten wir einen sehr anstrengenden, jedoch erfolgreichen Tag im Schnee verbracht.»

Katharina Diederichs schildert das „Rundenkarussell“ am sechsten Trainingstag:

«Ich würde sagen, es war ein typischer Montag.
Nach einem noch sehr entspannten Frühstück stieg die Aufregung und Anspannung kontinuierlich an. Da das Auslosen der Startzeit und des Startpartners schon am Vorabend stattfand, war jedem sein Schicksal schon beschieden. Der erste Start erfolgte um 09.00 Uhr und im 30-Sekundentakt wurden die nächsten Läufer losgeschickt. Insgesamt bestritten 19 Startpärchen den Wettkampf, jeweils ein Skater und ein Klassikfahrer. Bis auf wenige Ausnahmen gab es keine Startprobleme. Erst einmal gestartet hatten alle Teilnehmer ihre zugeteilten Rundenanzahlen im Hinterkopf und als Tacker mitlaufen. Von drei bis fünf Runden waren alle gut ausgelastet und bewiesen in einem Zeitraum von ca. zwei Stunden ihr Können. Die etwa 4 Kilometer lange Runde hatte sowohl steile Anstiege als auch erholsame Abfahrten. Dadurch waren fast optimale Bedingungen gegeben.

Nach Absolvierung aller Runden war sichtliche Erleichterung auf allen Gesichtern zu erkennen und vielleicht sogar ein Funke Stolz aufgrund der erbrachten Leistung.

Das ordentliche Mittagessen und die folgende Entspannungspause füllten die Energiespeicher wieder auf. Somit konnte die letzte Einheit in Angriff genommen und ein guter Trainingsabschluss erreicht werden. Danach folgten nur noch ein leckeres Abendessen und die Hausaufgabenstunde. Und jeder fiel erschöpft und zugleich glücklich in sein Bett, da ein weiterer Montag zu Ende war.»

Die landschaftliche Abwechslung erfreute Sarah Kusch beim Lauf in der Loipe

«Heute begann der Tag für uns wie immer mit dem Aufstehen um 07.00 Uhr. Auch wenn wir noch sehr müde waren, erschienen wir eine halbe Stunde später zum Frühstück. Danach machten wir uns bereit für die erste Trainingseinheit, die um 08.30 Uhr begann. Während sich die Gruppe zwei auf den Weg nach Weitersglashütte machte, fuhr die Gruppe eins in Richtung Schöneck. Auf unserer Fahrt nach Schöneck ergab sich ein Wegwechsel von der Kammloipe auf eine sehr unebene selbstgezogene Spur durch den Wald. Hindurch zwischen Tiefschnee und Tannen stießen wir auf den Topasfelsen „Schneckenstein“. Und als wir wieder auf der Kammloipe angelangten, trafen wir auf den Teil unserer Gruppe, der zuvor das Lauftempo nicht halten konnte und etwas zurückgefallen war. Jetzt waren wir zwar wieder auf der vorgegebenen Spur, aber über die weitere Richtung waren wir uns zunächst uneinig und ganz vollzählig war die Gruppe auch noch nicht. Nachdem sich zwei unserer Sportler an einer Straße orientiert hatten, konnten wir die Fahrt in Richtung Schöneck fortsetzen. Zunächst mussten wir noch einige Berge und Hügel überwinden und erreichten schließlich einen Aussichtsberg auf dem wir ein Gruppenfoto machten. Der Wind blies uns fast wieder vom Berg hinunter. Nun machten wir uns jedoch auf den Rückweg und dabei zog sich unsere Gruppe wieder etwas auseinander. Nach einem langen Berganstieg legte der abgeschlagene Teil der Gruppe erst einmal eine kleine „Futterpause“ ein. Pünktlich zum Mittagessen um 12.00 Uhr waren auch die Letzten in der Jugendherberge angekommen. Die Mittagsruhe nutzten fast alle, um etwas zu schlafen.

Um 14.30 Uhr fuhr die Gruppe eins zum Skistadion während die Gruppe zwei dreißig Minuten später mit dem Krafttraining begann. In einer mollig warmen Hütte innerhalb des Skistadions spendierte uns Frau Welke einen leckeren Tee und wir stießen zusammen auf ihren Geburtstag an. Zurückgekehrt in die Herberge lockerten wir bei Dehnungsübungen und Elementen einer Thaimassage unsere Muskulatur.

Dem sehr leckeren Abendessen um 18.00 Uhr folgte eine Stunde später die Erledigung der Hausaufgaben. Nach dem anstrengenden Tag waren alle froh, sich um 21.30 Uhr in das Bett legen zu können, um für den nächsten Tag gut gerüstet zu sein.»

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